In unmittelbarer Nähe von Seifersdorf gibt es neben dem Galgenberg einen weiteren, schönen Aussichtspunkt. Kommt man von Seifersdorf, geht es die Mobendorfer Straße hinauf, vorbei am Abzweig nach Langhennersdorf bis zum höchsten Punkt der Straße, dem Abzweig zur Heumühle/Mobendorf. Genau dort stand noch vor ca. 25 Jahren ein mächtiger Lindenbaum. Ein markanter Punkt, mit einen herrlichem, weiten Ausblick auf unser schönes sächsisches Heimatland. Eingebettet in die Täler der Striegis sind die Ortschaften weithin sichtbar und eine Wohltat für Auge und Seele, wenngleich der Sendemast in unmittelbarer Nähe des Aussichtsplatzes und das weithin sichtbare Auslieferungslager von Edeka auf der grünen Wiese am Autobahnanschluss Berbersdorf sowie die Windparks die Idylle der Landschaft doch etwas trüben und ein Zeichen der Veränderung in unser heutigen Zeit sind.
Hier am alten Standort wurde ein neuer Baum gepflanzt: eine Linde, die wächst und gedeiht und schon eine Höhe von ca. 4 Meter hat. Die Linde spendet zwar Schatten, bietet aber noch keinen Platz zum Verweilen an. Deshalb ist der Heimatverein Perzebach e.V. Seifersdorf auf die Idee gekommen, doch hier am „Großen Rundwanderweg Lichtenstein“ um die Linde eine Bank aufzustellen um diese Landmarke zu würdigen. Mit der Firma „Stammform“ aus Reichenbach, die bereits den Kinderspielplatz am Vereinshaus gestaltet und gebaut hatte und der Baufirma Küttner, waren schnell Partner zur Umsetzung des Projektes gefunden. In zahlreichen Arbeitseinsätzen der Vereinsmitglieder musste der Lindenplatz erst mal von Unkraut und Gestrüpp befreit und dann zur Aussichtsplattform gestaltet werden.
Ab Mitte September ging`s dann Schlag auf Schlag. Lindenbank und Aussichtsplatz nahmen Konturen an, die Bank wurde gestrichen und am 24.09.2019 aufgestellt. Mitglieder des Heimatvereins Seifersdorf, die noch verschiedene Arbeiten am Linden-Aussichtsplatz zu erledigen hatten, waren dann die ersten, die auf dem neuen Kleinod Platz nehmen durften. Bleibt nur zu hoffen, dass die neue Lindenbank recht lange in ihrer Schönheit erhalten bleibt, weder beschmiert, beklebt noch bekritzelt wird.

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Bernd Gutkaes

 

Zum Frühjahrsputz wurde überall im Dorf tatkräftig angepackt und alles auf Vordermann gebracht. Es wurde gekehrt, geputzt und Sträucher und Hecken zurechtgestutzt. Vielen Dank an die fleißigen Helfer, nun kann der Frühling kommen!

 

 

Liebe Eltern, liebe Jugendfreunde,

die Lebensqualität eines Ortes hängt unmittelbar mit dem kulturellen Leben und dem Miteinander im Ort zusammen.

Es ist an der Zeit, für Seifersdorf die Weichen für eine gute Zukunft neu zu stellen. Wir als Heimatverein möchten, dass unser Ort für die Zukunft gerüstet ist und nicht als bedeutungsloses Schlafdorf endet und ohne Gesicht in der Belanglosigkeit versinkt. Wir wollen, das jeder in Seifersdorf sagen kann, dass ist meine Heimat, hier ist mein zu Hause und hier fühl ich mich wohl und werde gebraucht. Wir leben in einer Zeit, wo man sich ohne Probleme zurückziehen und sich nur mit sich selbst beschäftigen kann. Wir denken jedoch, wir können der Jugend zeigen, dass es andere Möglichkeiten gibt Spaß zu haben und gemeinsam die Freizeit zu verbringen. Wir haben in Seifersdorf Räumlichkeiten, welche seit 40 Jahren als Jugendclub vielen Generationen Jugendlicher eine schöne Jugendzeit und sinnvolle Beschäftigung geboten haben. Nun sind wir als Heimatverein noch mal am Start, um diese Räumlichkeiten eine moderne Ausrichtung und unseren Ort und Bewohnern eine zentrale Begegnungsstätte zu geben. Das Jugendleben soll hier im neu ausgerichteten Vereinshaus wieder ein zu Hause finden. Ziel ist es, eine gewisse Geborgenheit und einen Gemeinsinn zu erzeugen, welcher in den Köpfen der Jugendlichen zurückbleiben soll. Es soll vor allem Spaß machen und eine gewisse Verantwortung für sich selbst und der Gemeinschaft entstehen.

Nun werden wir, der Heimatverein Seifersdorf, in diesem Jahr die Räumlichkeiten des alten Jugendclubs umbauen und zu einem Vereinshaus mit separaten Jugendclubraum gestalten. Dieses soll als Mehrgenerationstreffpunkt für alle Bürger, zur allgemeinen Nutzung, inklusive neuen Spielplatz, zur Verfügung stehen. Der jetzige Jugendclub, der als Jugendgruppe des Heimatvereins fungiert, braucht dringend Nachwuchs, da das natürliches Alter und neue Lebensabschnitte der jetzigen Jugend, die Aktivitäten der Gruppe schmälern. Mit der Umbaumaßnahme wäre es eine gute Möglichkeit, die vorhandene Jugendgruppe zu stärken und als neues Mitglied der Jugendgruppe des Heimatvereins einzusteigen.

Die Jugendgruppe ist an sich selbstständig und kann ihre Freizeit im Jugendclub frei gestalten. Wir als Heimatverein werden die Jugendlichen auf freiwilliger Basis in unser Vereinsleben und unsere Aktivitäten mit einbinden. So erhalten sie eine sinnvolle Beschäftigung und eine Bindung zum Ortsleben. Auch kann daraus eine Mitgliedschaft im Heimatverein entstehen und unsere Zukunft sichern. Die Jugendorganisation Kontrast Regenbogen betreut auch unsere Jugendgruppe und kümmert sich um eine organisierte Freizeitbeschäftigung. Als Teil der Stadt und Großgemeinde Großschirma haben wir gute Voraussetzungen für Seifersdorf, etwas zu bewegen. Die Unterstützung durch die Stadt Großschirma ist uns sicher. Wir müssen es nur mit Leben erfüllen.

Die Modernisierung des "Seifersdorfer Vereinshaus" wird gefördert durch:

logo bund land auf schwung mittelsachsen

Außerdem wurde die Modernisierung des Vereinshaus von vielen Firmen und privaten Spendern unterstützt.
Hier eine Liste der Spender in chronologischer Reihenfolge:

Fa. Steinbruch Fam. R. Anhuth
Fa. Stefan Brettschneider    Fam. Volkmar Schreiter
Groß GbR Gottfried Pönitz
Fa. Rainer Küttner Gerlinde Staud
Helfried John Ingo Staud
Fam. Wolfgang Otto Fam. H. Tharang
Fam. P. Lepsin Fam. G. Sachse
Fam. Juschka Fam. Gerd Unger
Fam. Peter Barthel Fam. Heinz Otto
Petra Böhme Udo Lippmann
Fam. R. Röder  
   

Beim Umbau der "Neuen Schule", bzw Jugendclub zum Vereinshaus haben sich folgende Firmen mit viel Engagement beteiligt.

 

Die letzte Hängelore der alten Seilbahn hängt wieder an ihrem einztigen Platz.

Die durch Zufall gefundene Transport-Gondel der alten Seilbahn hängt wieder am Brecherhaus des alten Steinbruchs. In den Jahren 1925 bis 1935 beförderte die Seilbahn Schottergestein vom Seifersdorfer Steinbruch zur 2,5 km entferneten Bahn-Verladestation in Großschirma. Hersteller der Seilbahn war die Firma Kaiser aus Leipzig. Im strengen Winter 1935 war die Drathseilbahn unter der Eislast zusammengebrochen und nicht wieder errichtet, sondern später abgerissen worden. Inzwischen war es rentabler das Schottergestein mit Lastwagen nach Großschirma zu transportieren. Der Steinbruch war bis 1957 in Betrieb.

Nach dem Fund der alten Lore kamen wir auf die Idee diese wieder zu restaurieren und an ihrem alten Platz anzubringen. Nachdem das Vorhabem mit dem in Thüringen lebenden Eigemtümer des Steinbruch-Grundstücks besprochen und dessen Zustimmung gegeben war konnte mit der Restaurierung der Lore begonnen werden. Zunächst wurde die Gondel vom Schied Matthias Gronau aus Langhennenersdorf neu beplankt und vernietet. Die Firma Stahl Uhlemann aus Marbach  fertigte die Aufhängung für die Transport-Gondel. Bei einigen Arbeitseinsätzen wurde dann zunächst die Fassade des Brecherhauses vom alten Steinbruch getüncht. Anschließend wurde die Aufhängung ins Mauerwerk integriert. Jetzt hängt die Lore wieder sicher in drei Meter Höhe. Finanziert wurde das Projekt über Spenden. Der Seifersdorfer Uwe Kaden, Geschäftsführer des Unternehmens FGF Fahrzeug- und Gerätebau in Freiberg, sponserte bereits den Großteil der Kosten.

Wir sind allerdings weiter auf der Suche nach Dokumenten, Fakten und Fotos zum Steinbruch. Falls Leute aus der Region interessantes Material zu diesem Thema haben wären wir sehr dankbar.

Am 11.11.2016 wurde die restaurierte Lore und das Brecherhaus bei Glühwein und Bratwurst eingeweiht. Es kamen viele Gäste, die das Ergebnis im Fakelschein bewunderten und sich bei der Gelegenheit schon mal auf die kommende Weihnachtszeit einstimmten.

Das Brecherhaus mit der restaurierten Lore heute...

... und damals mit Hängelore und Seilbahn.

 

Steinbruch im Betrieb.

Seilbahn mit Holzmasten und Steinschlagschutz über der Straße nach Großschirma.

 

Verladestation in Großschirma.

Nun haben wir es endlich geschafft und die neue rustikale Bank aus deutscher Eiche ist fertig aufgestellt. Jetzt kann man in Ruhe auf dieser stabilen Bank die schöne Aussicht auf Seifersdorf genießen.

bank auf dem galgenberg aufbau

Aufbau im August.

Herlicher Ausblick über Seifersdorf

Herrlicher Ausblick über Seifersdorf und Umgebung.

Erste Pause auf der neuen Bank

Erste Pause auf der neuen Bank. (ca. 363m über Meeresspiegel)

Blick vom Galgenberg im Winter.

Alte Wegsäule zwischen Seifersdorf und Großschirma

Diese alte Wegsäule lag über 40 Jahre im Straßengraben und war fast in Vergessenheit geraten. Im Jahre 2003 konnte der Heimatverein Perzebach e. V. Seifersdorf diese aus weissem Sandstein gefertigte Wegsäule aus Spendenmitteln originalgetreu neu errichten. Ursprünglich war diese Säule 1723 als Ganzmeilenpostsäule mit einer Höhe von 3,75 m in Großvoigtsberg aufgestellt.

Weisser Stein Bild 1

Nach der Neuordnung des Post- und Verkehrswesens wurde die Postsäule nach 1860 zur Wegsäule umgearbeitet und das Unterteil hier aufgestellt. Anfang der 60er Jahre wurde die Säule durch den Winterdienst umgefahren. Heute steht die Wegsäule im Kontrast zum modernen 850 kW starkem Windkraftrad, welches 2002 errichtet wurde.

Weisser Stein Bild 2

Würde man zum Anfang des vorherigen Jahrhunderts zurück schauen, so könnte man von hier aus in westlicher Richtung die Drahtseilbahnanlage des Steinbruches Seifersdorf erblicken. Diese Anlage transportierte von 1925-1935 die gebrochenen Steine aus dem Steinbruch bei Brauer's über das Herrnbachtal und Otto's Steinbruch vorbei am Galgenberg direkt zur Verladung am Bahnhof Großschirma. Aus damaliger Sicht war diese Seilbahn eine technische Meisterleistung, zumal die Seilzüge eine reine Holzkonstruktion waren.